
Sommer, Sonne – Kino! Nach einem großartigen Auftakt im letzten Jahr kommt das Open-Air-Kino auch in diesem Sommer zurück auf die Lucie! Gemeinsam mit der Arbeitnehmerkammer Bremen laden wir euch zu einem Wochenende voller besonderer Filme unter freiem Himmel ein.
Unter dem Motto „Sinn & Suche“ versammelt das Programm Filme über Menschen, die nach Veränderung, Gerechtigkeit und neuen Wegen suchen. Sie erzählen von Gemeinschaft und Zusammenhalt, von Klima- und Naturschutz, von zukunftsweisender Mobilität und von Gerechtigkeit. Die fünf Filme laden so dazu ein, gesellschaftliche Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken und inspirierende Geschichten unter freiem Himmel zu erleben.
Der Eintritt ist bei allen Veranstaltungen frei.
Programm in der Übersicht
Freitag:
19 Uhr – Ein Tag ohne Frauen
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Samstag:
16 Uhr – Checker Tobi – Die heimliche Herrscherin der Erde
19 Uhr – Ab geht die Lucie (Doku über die Anfänge der Lucie)
19:30 Uhr – Cycling Cities
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Sonntag:
16 Uhr – Das Flüstern der Wälder
19 Uhr – ASOG – In Kooperation mit dem queerfilmfestival Bremen und anschließendem Publikumsgespräch mit Tobias Dietrich – Filmwissenschaftler

Näheres zu den Filmen:
EIN TAG OHNE FRAUEN (2018, Pamela Hogan und Hrafnhildur Gunnarsdóttir, Island/USA, Doku, Isländisch/Englisch mit dt. Untertiteln)
1975 legten 90 Prozent der Isländerinnen ihre Arbeit nieder und brachten das Land zum Stillstand. Für einen Tag blieben sie der Erwerbs- und Familienarbeit fern, um zu demonstrieren. 50 Jahre danach erzählen die Beteiligten von diesem historischen Streik, der Island zum Vorreiter der Gleichstellung machte. Eine derer, die damals mit dabei war, ist Vigdís Finnbogadóttir. Sie wählten 1980 die Isländer*innen zur ersten Präsidentin. Im Althing, dem isländischen Parlament, sind heute 48 Prozent der Abgeordneten weiblich.
„Dieser Film hat eine Verspieltheit, die sowohl enthusiastisch als auch ansteckend ist. Mit zunehmender Eigendynamik wächst die Begeisterung im ganzen Land, wenn diese Frauen die Macht erkennen, die sie wirklich besitzen.“ (Screenfish)
CHECKER TOBI 3 – DIE HEIMLICHE HERRSCHERIN DER ERDE (2026, Antonia Simm, Deutschland, Doku/Kinder-Jugendfilm, deutsch)
Beim Aufräumen des Kellers entdecken Tobi und Marina eine alte Videoaufnahme: Der achtjährige Tobi moderiert darin eine selbst erfundene Show über die Erde in unseren Böden – und stellt seine allererste „Checker-Frage“: Wer hinterlässt die mächtigsten Spuren im Erdreich?
Doch die Antwort darauf hat Tobi wieder vergessen. Er begibt sich auf Spurensuche, und damit auf sein bislang größtes Abenteuer. Dieses führt ihn in die Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars, in die Permafrostregion Spitzbergens und zu den Spuren der alten Maya in Mexiko. Erst als er erkennt, was alle Böden verbindet und was das mit uns zu tun hat, kann er seinem größten Herausforderer, sich selbst, antworten.
„Man sieht, hin und wieder mit vor Staunen offenem Mund und vor Begeisterung klopfendem Herzen, wie unfassbar schön und faszinierend unsere Welt ist – und wie verletzlich.“ (Welt am Sonntag)
AB GEHT DIE LUCIE! (D 2019, Orhan Çalışır und Dirk Meißner, 29 Min.)
So fing alles an. Die Autoren Orhan Çalışır und Dirk Meißner haben die Initiative über mehrere Jahre begleitet: Von den Anfängen der Lucie bis zu den ersten großen Umbau- und Entsiegelungsarbeiten. Neben Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung kommen in ihrer Dokumentation vor allem auch die Lucies selbst zu Wort und erzählen von Visionen, Hürden und Freuden.
CYCLING CITIES (2025, Ingwar Perowanowitch, Deutschland/Frankreich/Niederlande/Dänemark, Doku, dt./engl./frz. mit dt. Untertiteln)
Im Mai 2025 bricht der Journalist und Filmemacher Ingwar Perowanowitsch auf eine Radreise zuden schönsten Fahrradstädten Europas auf. Sein Weg führt ihn von Freiburg nach Paris, über Gent, Amsterdam, Utrecht und Hamburg bis nach Kopenhagen. Er möchte wissen: Wie haben diese Städte die Verkehrswende geschafft und was können wir in Deutschland von ihnen lernen?
Perowanowitsch dokumentiert mit der Kamera, wie sich die Städte über die letzten Jahre und Jahrzehnte verändert haben, spricht vor Ort mit Politikern, Verkehrsplanern und Aktivisten und erzählt, welche Maßnahmen und Strategien am Ende zum Erfolg geführt haben. Entstanden ist dabei ein bildgewaltiger Film, der eine neue Geschichte der Mobilität erzählt. Ein Film, der inspiriert, zum Nachdenken anregt und dazu einlädt, unsere Städte von Grund auf neu zu denken.
DAS FLÜSTERN DER WÄLDER (2025, Vincent Munier, Frankreich, Doku, deutsche Synchronfassung)
Geduld ist die wichtigste Eigenschaft, die Michel Munier auf seinen Streifzügen tief in die alten, moosbedeckten Wälder der Vogesen mitbringen muss. Mit Rucksack, Stock und einer warmen Jacke ausgestattet, zieht es ihn immer wieder tief hinein in die Stille des Waldes, zu einem ganz besonderen Ort: einer Tanne, die zu seinem Versteck geworden ist. Unter ihren Ästen scheint der alte Mann mit der Natur zu verschmelzen. Über achthundert Nächte hat er dort verbracht, lauschend, beobachtend – immer auf der Suche nach Füchsen, Rehen, Hirschen, Luchsen und dem geheimnisvollen König der Wälder: dem Auerhahn.
Sein Sohn Vincent teilt die Faszination des Vaters seit seinem zwölften Lebensjahr. Von ihm hat er gelernt, die Spuren der Tiere zu lesen, kennt die Plätze, an denen sie fressen, wo sie jagen, ihre Nester bauen und schlafen. Gemeinsam mit Vincents Sohn Simon begibt sich das Familien-Trio auf eine Reise in die atemberaubende Schönheit der Natur.
Nach der mit einem César ausgezeichneten Natur-Doku DER SCHNEELEOPARD gelingt es dem französischen Wildtierfotograf und Dokumentarfilmer Vincent Munier mit DAS FLÜSTERN DER WÄLDER, nicht nur die visuelle Pracht, sondern auch die poetischen Klänge des Waldes einzufangen. Sein Film ist eine Ode an Flora und Fauna der Vogesen, ein Brückenschlag zwischen Vater, Sohn und Enkel, zwischen Mensch und Natur, zwischen Fotografie und Film, zwischen Tag und Nacht, zwischen Persönlichem und Universellem.
ASOG – (2023,Seán Devlin, Philippinen/Kanada, Docufiction/Drama, Filipinisch/Englisch mit dt. Untertiteln)
Auf dem Weg zu einem Drag-Wettbewerb, bei dem es um Geld und Ruhm geht, wird die nicht-binäre, dem Beruf überdrüssig gewordene Lehrkraft Jaya, von einem Schüler begleitet. Sein Ziel ist, zu seinem Vater zu ziehen. Während ihrer Reise durch die Philippinen begegnen sie Menschen von der Insel Sicogon. Nach dem Supertaifun Haiyan im Jahr 2013, einem der stärksten und verheerendsten tropischen Wirbelstürme seit Beginn der Aufzeichnungen, wurden sie von dem größten Immobilienunternehmen des Landes, ALI, um ihr Land und ihre Rechte gebracht. Mit einem ausschließlich aus Haiyan-Überlebenden bestehenden Ensemble, Humor und sozialrealistischem Blick auf seine Figuren setzt sich der fiktiv gerahmte Dokumentarfilm für die Rechte der Betroffenen ein.
„Devlin (…) schafft einen märchenhaften Film mit animierten Zwischenspielen, Slapstick-Komik, extravaganten Agitprop-Elementen und vielen weiteren kunstvollen Einlagen, die es den Protagonisten ermöglichen, ihre Geschichten auf ihre eigene Weise zu erzählen – mit Humor, Wut und Fantasie.“ (New York Times)
Dieser Film wird in Kooperation mit dem queerfilm festival Bremen gezeigt. Anschließend Publikumsgespräch mit Tobias Dietrich – Filmwissenschaftler.
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=hkAXXfqtZxk
Der Eintritt ist bei allen Veranstaltungen frei. Bitte informiert euch auf der Website www.arbeitnehmerkammer.de/lux über mögliche witterungsbedingte Verlegungen oder Absagen.
Und wer noch mehr Filme sehen möchte, findet im Rahmen der Freilicht-Kino-Reihe LUX auch weitere Vorführungen in Bremen-Nord: https://www.arbeitnehmerkammer.de/lux/
Das LUX goes Lucie ist eine Kooperation der Arbeitnehmerkammer Bremen mit dem Stadtgarten „Ab geht die Lucie“ des Vereins KulturPflanzen – unterstützt durch das CITY 46 Kommunalkino Bremen. Gefördert durch den Beirat Neustadt der Freien Hansestadt Bremen und die Sparkasse Bremen.
